Verabschiedung von Chefarzt Prof. Dr. Richard Berger: Blick in die Zukunft der Frauenheilkunde statt Rückschau
Prof. Dr. Richard Berger, langjähriger Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach (Rheinland-Pfalz), wurde Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet. Die DGGG und die Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin e.V. (AGG) würdigten die Expertise und das Engagement, das Prof. Berger in den Gremien der Fachgesellschaft eingebracht hat.

Nach mehr als 22 Jahren als Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach (Rheinland-Pfalz) wurde Prof. Dr. Richard Berger Ende Juni im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche langjährige Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen sowie Familienangehörige waren gekommen, um gemeinsam auf sein beeindruckendes Wirken zurückzublicken und vor allem den Menschen hinter dem Mediziner zu würdigen.
DGGG und AGG würdigen Expertise und Engagement von Prof. Berger
An der Feierstunde nahmen auch DGGG-Präsident Prof. Dr. Gert Naumann (Erfurt), die DGGG-Leitlinienprogramm-Beauftragte Prof. Dr. Tanja Fehm (Düsseldorf) und der 1. Stellvertretende AGG-Vorsitzende Prof. Dr. Holger Maul (Hamburg) teil, die das Wirken von Prof. Berger als Leitlinienkoordinator, Mitglied der Leitlinienkommission, AGG-Vorstandsmitglied und Sprecher der AGG-Sektion Frühgeburt hervorhoben.
Seit dem Jahr 2003 prägte Prof. Berger die Entwicklung der Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum maßgeblich. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Klinik fachlich kontinuierlich weiter und etablierte sich als wichtige Anlaufstelle für Patientinnen in der Region. Prof. Berger war insbesondere auf die Prädiktion und Prävention von Frühgeburten spezialisiert. Das Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach verfügt über ein Perinatalzentrum Level 1, die höchste Versorgungsstufe für Früh- und Risikogeburten, und ist damit speziell auf die Behandlung besonders anspruchsvoller Schwangerschafts- und Geburtsverläufe ausgerichtet. Entscheidend ist dabei die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. So stehen bei einer Frühgeburt unmittelbar nach der Entbindung spezialisierte Neonatologen bereit, um die Versorgung des Kindes direkt zu übernehmen. Diese Expertise aus dem Klinikum konnte Prof. Berger bei der Leitlinien-Arbeit und zahlreichen AGG-Stellungnahmen sowie Fachbeiträgen in den Publikationsorganen der DGGG einbringen.
Fachsymposium zum Abschied
„Ganz im Sinne seiner Persönlichkeit sollte die Verabschiedung jedoch keine klassische Rückschau auf die vergangenen Jahrzehnte werden. Stattdessen entschied sich Prof. Berger bewusst für einen Blick nach vorn und lud zu einem Mini-Symposium unter dem Titel ,Reise in die Zukunft der Frauenheilkunde' ein", heißt es in der Presseinformation des Klinikums. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Christoph G. Wölfl, Stellvertretender Ärztlicher Direktor des Marienhaus Klinikums Neuwied-Waldbreitbach, eröffnet. In drei Fachvorträgen wurden aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Frauenheilkunde beleuchtet. Den Abschluss bildeten die persönlichen Schlussworte von Prof. Berger selbst. Seine Rede wurde mit minutenlangen Standing Ovations gewürdigt – ein eindrucksvolles Zeichen der Wertschätzung und des Respekts für sein langjähriges Engagement.
Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet für Prof. Dr. Richard Berger ein bedeutendes Kapitel am Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach. Dem Klinikum bleibt er jedoch weiterhin als Senior Advisor verbunden und wird seine langjährige Erfahrung auch künftig einbringen. Die weitere medizinische Leitung der Klinik hat bewährte Kontinuität: Die kommissarische Leitung übernimmt Dr. Robert Sczesny, die Sektionsleitung der Geburtshilfe liegt weiterhin bei PD Dr. Sabine Schütze. Gemeinsam stellen sie die fachliche und strukturelle Weiterentwicklung der Klinik sicher und führen die Arbeit von Prof. Berger fort.
Pressestelle
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