Prof. Dr. Anton J. Scharl mit Bundesverdienstkreuz geehrt
Für seine Verdienste um das Gemeinwohl wurde Prof. Dr. Anton J. Scharl, DGGG-Präsident von 2018 bis 2022, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Geehrt wurde er für sein Engagement für das Wohl der Patientinnen während seines herausragenden Werdegangs als Gynäkologe.
Berlin/Nürnberg – Prof. Anton J. Scharl ist im Rahmen einer feierlichen Zeremonie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Mit der Ehrung werden sein medizinisches Lebenswerk, seine Verdienste um das Gemeinwohl sowie sein langjähriges Engagement für die Gesundheit von Frauen, Müttern und Kindern gewürdigt. Zudem hebt die Auszeichnung seine klare und konsequente Haltung zum Leben hervor, die er in den Dienst der Verbesserung der medizinischen Versorgung von Frauen gestellt hat.
Die Verleihung fand am 30. Januar 2026 in Nürnberg statt. Im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergab der bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, die Auszeichnung.
Beruflicher Werdegang und klinische Verantwortung
Der gebürtige Amberger absolvierte sein Medizinstudium in Regensburg sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach beruflichen Stationen an universitären Einrichtungen in Köln, Chicago und Frankfurt am Main wurde Prof. Scharl im Jahr 2000 Chefarzt der Frauenklinik des Klinikums St. Marien Amberg. Von 2017 bis 2022 war er Direktor der Frauenkliniken Amberg–Weiden–Tirschenreuth, anschließend von 2022 bis 2024 Ärztlicher Direktor der Onkologischen Fachklinik Bad Trissl in Oberaudorf. In diesen Leitungsfunktionen setzte er sich für qualitätsgesicherte, interdisziplinäre und patientenorientierte Versorgungsstrukturen ein.

Parallel verantwortete Prof. Scharl über viele Jahre das zertifizierte Brustzentrum Amberg, das zertifizierte gynäkologische Krebszentrum sowie das Perinatalzentrum Amberg–Weiden und prägte damit die Versorgung von Frauen und Familien in der Region nachhaltig. Zudem initiierte er das Projekt AM-MIO (Amberger Modell Integrative Onkologie), das er über den von ihm gegründeten Förderverein FFGO unterstützte.
Engagement für Frauengesundheit, Ethik und Strukturqualität
Prof. Scharl verstand ärztliches Handeln als Verbindung von medizinischer Kompetenz, ethischer Verantwortung und gesellschaftlichem Auftrag. Er stellte den Menschen mit seiner individuellen Lebenssituation in den Mittelpunkt und setzte sich für verlässliche medizinische Begleitung, verantwortungsvolle Beratung und strukturierte Zusammenarbeit ein. Medizinisches Handeln, Ethik und gesellschaftliche Verantwortung waren für ihn untrennbar verbunden.
Wirken in Fachgesellschaften und Wissenschaft
Über seine klinische Tätigkeit hinaus engagierte sich Prof. Scharl über viele Jahre in leitenden Funktionen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), deren Präsident er von 2018 bis 2022 war. In dieser Zeit setzte er Impulse für die evidenzbasierte Weiterentwicklung des Fachs. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Gremien, Leitlinienkommissionen, Qualitätssicherungsprozessen und Zertifizierungssystemen mit. Als Herausgeber von Fachzeitschriften und Fachbüchern sowie als Autor leistete er einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Frauenheilkunde.
Würdigung eines Lebenswerks
Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande wird ein Lebenswerk gewürdigt, das medizinische Exzellenz, verantwortungsvolle Haltung und strukturelles Gestaltungsvermögen vereint. Prof. Dr. Anton J. Scharl hat die Frauenheilkunde und Geburtshilfe über Jahrzehnte hinweg geprägt – durch ärztliches Handeln, wissenschaftliches Engagement und Verantwortung gegenüber Patientinnen, Kolleginnen und Kollegen sowie der Gesellschaft.
Pressestelle
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