Nina Warken will Frauengesundheit zum zentralen Thema machen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will das Thema Frauengesundheit im Rahmen ihrer Amtsperiode besonders fördern. Die Fachverbände haben die drängenden Themen bereits zusammengefasst.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
BMG_Jan Pauls
Erfreulich: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken macht Frauengesundheit zu einem zentralen Schwerpunkt ihrer Amtszeit.

Berlin/München, im Juli 2025 – Bundesministerin Nina Warken hat bei einer Rede im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags Ende Juni angekündigt, die Frauengesundheit stärker in den Fokus ihrer Arbeit zu rücken und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin künftig besser zu berücksichtigen. Sie betonte gemäß eines Berichts des Nachrichtendienstes „heute im Bundestag“, dass dies „kein Nischenthema, sondern ein zentrales Anliegen“ sei. BVF und DGGG begrüßen diese Haltung ausdrücklich und fordern die Bundesregierung auf, die Ministerin bei der Umsetzung Ihrer Agenda zu unterstützen. 

Zu den dringendsten gesundheitspolitischen Herausforderungen zählen laut BVF und DGGG:

  1. Die Gleichstellung der frauenärztlichen Versorgung im Primärarztsystem

  2. Eine nachhaltige Sicherung der ambulanten fachärztlichen Versorgung

  3. Eine Einführung einer Bagatellgrenze bei Regressprüfungen

  4. Eine stärkere Berücksichtigung frauenspezifischer Erkrankungen wie Endometriose und Wechseljahresbeschwerden

  5. Der Ausbau präventiver Angebote und Förderung von Gesundheitskompetenz

  6. Die Neustrukturierung der Geburtshilfe mit Fokus auf Sicherheit und Facharztverfügbarkeit

  7. Adäquate Strukturen für ambulante Operationen

  8. Eine bessere Integration gynäkologischer Krebserkrankungen im Krankenhausstrukturgesetz (KHSG)

  9. Die Anpassung des Reproduktionsrechts an den Stand der Wissenschaft

  10. Stärkung der Urogynäkologie in Forschung, Lehre und Praxis

  11. Die Finanzierung und Absicherung ärztlicher Weiterbildung

Die Fachverbände sehen in diesen Maßnahmen zentrale Stellschrauben für eine zukunftsgerichtete Frauengesundheitspolitik und appellieren an die Politik, nun zügig konkrete Reformschritte einzuleiten.

Zum Positionspapier

Pressestelle

Sara Schönborn | Heiko Hohenhaus | Manuela Rank | Melanie Herberger
Pressestelle Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V.
Jägerstraße 58-60
10117 Berlin
Telefon: +49 (0)30-514 88 3333
E-Mail: Bitte aktivieren Sie JavaScript, um diesen Link anzuzeigen!