Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der DGGG e.V. tritt dem Bündnis „Saubere Luft 2030“ bei

Die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG e.V.) ist dem Bündnis „Saubere Luft 2030“ beigetreten1. Damit setzt sie ein deutliches Zeichen für den Schutz der Gesundheit von Frauen, Schwangeren und Kindern sowie der gesamten Bevölkerung.

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Die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ist dem Bündnis „Saubere Luft 2030“ beigetreten.

Berlin, im Juli 2026 Mit ihrem Beitritt zum Bündnis „Saubere Luft 2030“ unterstützt die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der DGGG e.V. die gemeinsame Forderung nach einer konsequenten Verbesserung der Luftqualität und einer zügigen Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Insbesondere werdende Eltern und Kinder profitieren von einer sauberen Umwelt – denn Prävention beginnt bereits vor der Geburt.

„Wer die Gesundheit von Kindern und Müttern schützen will, muss auch unsere Umwelt schützen. Saubere Luft ist keine Frage des Komforts, sondern eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Start ins Leben. Deshalb treten wir dem Bündnis saubere Luft mit voller Überzeugung bei.“

Prof. Dr. Annette Hasenburg (Universitätsmedizin Mainz)
Leitung der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit der DGGG e.V. 

 

Verschmutzte Luft korreliert mit Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht

Saubere Luft ist eine grundlegende Voraussetzung für ein gesundes Leben – bereits vor der Geburt. Die Atemluft in Deutschland ist jedoch weiterhin zu stark mit Schadstoffen belastet. Luftverschmutzung kann sich auf den Schwangerschaftsverlauf auswirken und wird unter anderem mit Frühgeburten, einem niedrigen Geburtsgewicht sowie gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Mutter und Kind in Verbindung gebracht.2 Gleichzeitig erhöht eine dauerhaft schlechte Luftqualität das Risiko für zahlreiche chronische Erkrankungen und belastet die Gesundheit über alle Lebensphasen hinweg.

Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur sterben jedes Jahr mehrere Zehntausend Menschen in Deutschland vorzeitig aufgrund der Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid. Auch im Jahr 2025 wurden die neuen EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe, die ab 2030 verbindlich gelten, vielerorts noch überschritten. Die strengeren Luftqualitäts-Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation, die den aktuellen Stand der Wissenschaft widerspiegeln, werden laut Deutscher Umwelthilfe e.V. an nahezu allen Messstationen in Deutschland nicht eingehalten.

Das Bündnis „Saubere Luft 2030“ setzt sich dafür ein, dass die neuen EU-Luftqualitätsgrenzwerte spätestens bis 2030 sicher und flächendeckend eingehalten werden. Dafür bringt das Bündnis Akteure aus dem Gesundheitsbereich, der Wissenschaft sowie Verbände aus den Bereichen Umwelt, Klima, Mobilität und Verbraucherschutz zusammen. Gemeinsam wollen sie die Verbindung von Gesundheitsschutz und Luftreinhaltepolitik stärken.

Fachverbände für die Frauenheilkunde haben bereits im Jahr 2024 ein eigenes Positionspapier mit dem Titel „Klimakrise – was jetzt für Geburtshilfe und Frauengesundheit in Deutschland zu tun ist“ veröffentlicht. Darin werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Versorgungsbereiche der Gynäkologie und Geburtshilfe in Klinik und Praxis aufgelistet.2

Quellen 

1
Bündnis “Saubere Luft 2030”
https://www.duh.de/informieren/saubere-luft/saubere-luft-durchsetzen/

2
Yüzen D, Graf I, Tallarek A et al.Increased late preterm birth risk and altered uterine blood flow upon exposure to heat stresseBioMedicine, 2023; 93
https://www.thelancet.com/journals/ebiom/article/PIIS2352-3964(23)00216-5/fulltext

3
Positionspapier „Klimakrise – was jetzt für Geburtshilfe und Frauengesundheit in Deutschland zu tun ist“
www.dggg.de/stellungnahmen/positionspapier-klimakrise-was-jetzt-fuer-geburtshilfe-und-frauengesundheit-in-deutschland-zu-tun-ist

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