Frauenheilkunde in Deutschland DGGG-Kongress 2012, Eröffnungs-Pressekonferenz am 4.10.2012

PRESSEMITTEILUNG DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR GYNÄKOLOGIE UND GEBURTSHILFE E.V. (DGGG)

Berlin, im

In Deutschland gibt es 16.861 Frauenärztinnen und Frauenärzte (Statistik Bundesärztekammer 2011). Hinzu kommen Ärztinnen und Ärzte, die sich noch in der Weiterbildung zum Facharzt befinden. Die genaue Zahl dieser Ärztinnen und Ärzte ist nicht bekannt; allein 2846 von ihnen sind derzeit Mitglied in der DGGG (Mitgliederstatistik 30.8.2012). Damit ist die Frauenheilkunde und Geburtsmedizin nach der Inneren und der Allgemeinmedizin, den Anästhesisten und Chirurgen die größte Facharztgruppe in Deutschland. 

Der Anteil der Frauen bei den Facharztprüfungen liegt inzwischen bei 80% (Statistik Bundesärztekammer 2011). Kein anderes Fachgebiet hat beim Nachwuchs auch nur annähernd einen derartig hohen Frauenanteil. Die Folge ist, dass in den Frauenkliniken die Berücksichtigung von Schwangerschaften, von Erziehungszeiten und Teilzeit-Arbeit zur Routine wird. Frauenkliniken arbeiten an vielen Orten Modelle aus, um Mütter und auch Väter, die sich in der Kinderbetreuung engagieren, in flexibler Weise zu integrieren und trotz der veränderten Belastbarkeit für Forschung und Karriere einsatzbereit zu halten.

Die DGGG als Fachgesellschaft hat vielfältig auf diese Entwicklung reagiert:Erstmals wird auf dem Kongress der DGGG der neue Vorstand mit einer Frauenquote gewählt: Zwei der fünf Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes werden nach der im Jahr 2011 verabschiedeten, neuen Satzung der DGGG Frauen sein. Auch die Arbeitsgemeinschaften der DGGG, die die wissenschaftliche Arbeit im Fach gestalten und tragen, sind aufgefordert, bei der Besetzung verantwortlicher Positionen künftig die Beteiligung von Frauen zu fördern. 

In den Krankenhaus-Hierarchien ist die Frauenquote allerdings noch längst nicht umgesetzt. Das liegt nicht daran, dass es nicht genügend hochqualifizierte Ärztinnen gäbe. Sondern eines der Hauptprobleme scheint hier zu sein, dass diese Ärztinnen – sei es wegen familiärer Verpflichtungen, sei es wegen einer grundsätzlich weniger karrierebetonten Lebensplanung – sich seltener für verantwortliche Positionen bewerben als ihre männlichen Kollegen. Die Organisation auch verantwortlicher Aufgaben in Teilzeit und mit modernen, flachen Hierarchien könnte einen Ausweg bieten.

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