EHEC – Sicherheitshinweise für Schwangere

PRESSEMITTEILUNG DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR GYNÄKOLOGIE UND GEBURTSHILFE E.V. (DGGG)

Berlin, im

Bis der Auslöser der akuten EHEC-Erkrankungen* gefunden ist, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Schwangeren besondere Vorsichtsmaßnahmen.

Zunächst einmal gilt es, die bekannten Hygienemaßnahmen zu beachten: 

  • Kein Verzehr von rohem Fleisch, Tartar, Mettwurst etc.
  • Gründliches Reinigen der Hände, aller Flächen und des Küchenwerkzeugs nach Zubereitung von rohem Fleisch.
  • Stoffe (Handtücher), die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, sollten bei 60° gewaschen werden.
  • Kein Verzehr von Rohmilch oder Rohkäse.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass derzeit auch frisches Gemüse, Obst und Salate mit EHEC kontaminiert sind und, sollten Schwangere auf frisches, nicht abgekochtes Obst und Gemüse vorübergehend verzichten. Der Keim stirbt sicher ab, wenn er länger als 10 Minuten über 70° erhitzt wird. Deshalb geht keine Gefahr von Speisen aus, die ausreichend lange gekocht, gebraten, gegrillt oder gebacken wurden.

Diese Empfehlung ist so lange gültig, bis die Ursachen der aktuellen Erkrankungswelle geklärt ist und mögliche Übertragungs- und Ausbreitungswege unterbrochen sind. Denn EHEC-Infektionen können schwerste Durchfallerkrankungen und Nierenversagen verursachen, die in der Schwangerschaft das Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt erhöhen.

*EHEC = Enterohämorrhagische Escherichia coli = Bakterien, die den Darm besiedeln, schweren Durchfall verursachen und ein Blutzellen-zerstörendes Gift absondern.

Ansprechpartner Prof. Dr. med. Klaus Friese, Präsident der Dt. Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Direktor der Universitäts-Frauenklinik München Innenstadt und Großhadern, Maistraße 11, 80337 München.

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