Suche 

Nachrichten

Zum Nachrichtenarchiv

Nachrichten als RSS-Feed abonnieren

Newsletter

Klicken Sie hier, um sich für unseren Newsletter anzumelden.
Klicken Sie hier, um zum aktuellen Newsletter zu gelangen.

CME System

Klicken Sie hier, um zum CME-System für Mitglieder zu gelangen.

Newsletter DGGG Januar 2010

Schnellnavigation

1. Vorwort Professor Kreienberg
2. Job und Familie meist noch nicht vereinbar
3. Erinnerung an ärztliches Ethos
4. Personal-Debatte um IQWiG-Chef Sawicki
5. Neugestaltung der Weiterbildung
6. Veranstaltungs-Ticker auf DGGG-Website
7. Gesicherte Informationen über Arzneimittel

1. Vorwort Professor Kreienberg

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

ich wünsche Ihnen ein glückliches neues Jahr! Heute erreicht Sie die erste Ausgabe unseres Newsletters im Jahr 2010.

Den Jahresbeginn möchte ich gleich nutzen, um Sie noch einmal auf etwas sehr Wichtiges hinzuweisen: Seit April 2009 betreut die Hamburger PR-Agentur MasterMedia unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam möchten wir mehr mediale Aufmerksamkeit erlangen. Mit aktuellen Presseinformationen zu interessanten Themen erreichen wir jeweils rund 1500 Journalisten. Ebenso viele erhalten viermal im Jahr einen etwa 17 Seiten umfassenden Pressedienst mit umfangreichen Hintergrundinfos zu ausgewählten Themen. So können wir gezielt Schwerpunkte setzen und auf diesem Wege für ein „Grundrauschen“ in den Medien sorgen. Dadurch beeinflussen wir die öffentliche Meinung und verbessern das Verständnis in der Bevölkerung hinsichtlich gynäkologischer Themen. So stellen wir sicher, dass zunehmend Fachwissen in Umlauf gebracht wird.
MasterMedia pflegt viele Kontakte zu Journalisten, Gesundheitspolitikern und in die Pharmabranche; Kontakte, auf die wir heutzutage angewiesen sind.
Um noch erfolgreicher arbeiten zu können, brauchen die Mitarbeiter der Agentur indes auch die Mithilfe der DGGG-Mitglieder. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Möchten Sie Kritik oder Lob loswerden? Wollen Sie interessante Neuigkeiten der Öffentlichkeit zugänglich machen? Dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an dggg@mastermedia.de.
Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit MasterMedia auch die DGGG-Website überarbeitet – mit äußerst erfreulichem Ergebnis. Auch hier sind Anregungen und Kritik jedoch sehr willkommen.

Mit den besten Wünschen für 2010
Ihr Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Präsident der DGGG

DGGG-Team bei MasterMedia: v. l. Dr. Werner Bauch, Volker Clément, Friderike Stüwert, Dr. Petra v. d. Lage

2. Job und Familie meist noch nicht vereinbar

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist realisierbar – die Realität sieht derzeit allerdings noch anders aus. Denn auch weiterhin verlangen viele Klinikchefs von Müttern und Vätern, sich zwischen Beruf und Familie zu entscheiden. Das könnte fatale Folgen für die Kliniken haben: Künftig könnte ein gravierender Mangel an Klinikärzten drohen, wenn nicht die Arbeitsbedingungen, vor allem auch für Ärztinnen, attraktiver werden. Die Ärzte Zeitung hat sich dieses Themas angenommen.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel

3. Erinnerung an ärztliches Ethos

Der Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, Professor Jörg-Dietrich Hoppe, hat sich im Ärzteblatt zum drohenden Verlust unseres ärztlichen Ethos geäußert. Diesen Artikel möchte ich Ihnen ans Herz legen. Mahnend weist Hoppe darauf hin, dass „Kommerzialisierung und Renditedenken zunehmend Eingang in das Denken und Handeln bei den im Gesundheitswesen Tätigen finden“.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

4. Personal-Debatte um IQWiG-Chef Sawicki 

2010 läuft der Fünf-Jahres-Vertrag von IQWiG-Chef Professor Peter Sawicki aus. Das berichtete im November 2009 der „Spiegel“. Demnach solle Sawicki abgelöst und nach einem industriefreundlicheren Nachfolger gesucht werden. Nun ist eine Debatte über diese Personalie entbrannt. In der Ärzte Zeitung äußern sich Christian Beneker und Helmut Laschet in einem Hintergrundartikel zu dem Thema.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.
Lesen Sie dazu auch: www.spiegel.de

5. Neugestaltung der Weiterbildung

R. Kreienberg und A. Wöckel

Eine Umfrage der Bundesärztekammer hat ergeben, dass ein Großteil der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in Deutschland mit ihrer Weiterbildung unzufrieden ist. Auch die Einführung von Logbüchern konnte die Situation in den vergangenen Jahren bisher nur partiell verbessern. Praktische Inhalte, also die Zahl selbstständig durchgeführter Untersuchungen oder operativer Eingriffe, sind in der Weiterbildungsordnung der Frauenheilkunde festgelegt. Diese „messbaren“ Inhalte stehen schwer quantifizierbaren Faktoren wie einer fundierten theoretischen Weiterbildung, dem notwendigen Heranführen an bestimmte Problemstellungen durch ältere KollegInnen und der Diskussion mit den Erfahrenen gegenüber. Eingeschränkte Budgets und damit einhergehende reduzierte Stellenschlüssel führen somit zu einer gravierenden Verschlechterung der Weiterbildung unseres Faches in den Kliniken. Dies führt dazu, dass junge Kolleginnen und Kollegen die unzureichende  theoretische Weiterbildung mit den Besuchen diverser und teils teurer Kurse kompensieren, welche teilweise oder heterogen zertifiziert sind und die keine klare Strukturierung aufweisen. Dies bedeutet, dass die Weiterbildung neu überdacht werden muss. Sie sollte breiter angelegt werden, damit Inhalte theoretisch als auch praktisch besser und konzentrierter vermittelt werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat auf der Basis der verschiedenen Kurs- und Seminarsysteme, die von den Arbeitsgemeinschaften angeboten werden sowie der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer und der landestypischen Veränderungen der Landesärztekammern ein Konzept erarbeitet, dass für Assistentinnen/Assistenten und natürlich auch für die ausbildenden Chefärzte übersichtlich ist und alle theoretischen und praktischen Inhalte in einem Zeitraum von fünf Jahren erreichbar machen kann (Abb.1).

Abb. 01

Innerhalb dieses Konzeptes gelten folgende Grundsätze: Es existiert nur ein Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe – eine Aufsplitterung des Faches ist zu vermeiden, und die Rahmenbedingungen der Bundes- und Landesärztekammern bleiben unverändert erhalten. Von dem  Konzept profitieren v. a. Einrichtungen, die nicht über die komplette Weiterbildungszeit verfügen oder die bestimmte praktische Ausbildungseinheiten wegen unterschiedlicher Spezialisierung in der eigenen Klinik nicht anbieten können. Selbstverständlich ist es in diesem Konzept möglich, in einer Klinik, deren Leiter für die gesamte Weiterbildungszeit zugelassen ist, alle zum Facharzt notwendigen theoretischen und praktischen Inhalte zu erreichen. Die im Nachfolgenden dargestellten Kurssysteme und die Möglichkeit von praktischen Ausbildungseinheiten können somit eingesetzt werden, um die Lücken in der Weiterbildung vor Ort zu schließen:
Die fünfjährige Facharztweiterbildung gliedert sich in diesem Vorschlag in die theoretischen Inhalte und den Erwerb praktischer Fertigkeiten. Dabei sollten während der Facharztweiterbildung im Schwerpunkt folgende theoretische Inhalte vermittelt werden (Abb.2):

Abb. 02

  1. Allgemeine Gynäkologie I
  2. Onkologie I
  3. Mikroinvasive Techniken (MIC I)
  4. Urogynäkologie (AGUB I)
  5. Mamma-Grundkurs I
  6. Endokrinologie und Reproduktionsmedizin I
  7. Geburtshilfe und Pränataldiagnostik I
  8. Mammographie, Grund- und Aufbaukurs
  9. Geburtshilfe, Doppler- Grund- und Aufbaukurs
  10. Psychoonkologie I

Es handelt sich um insgesamt zehn Kurse, die weiterbildungsbegleitend und als freiwillige Zusatzqualifikation im Rahmen der fünfjährigen Facharztzeit erwerbbar sind, wenn diese nicht an der eigenen Ausbildungsstätte automatisch erreicht werden können. Die einzelnen von der DGGG und den Arbeitsgemeinschaften gemeinsam angebotenen Kursen werden dabei zertifiziert. Die Zuteilung der Zertifikate erfolgt, wenn die Inhalte den abgestimmten Anforderungen der Arbeitsgemeinschaften und der DGGG entsprechen, die Stundenzahl eingehalten ist und der einheitliche Preis für den Kurs den Richtlinien der DGGG entsprechen und diesen nicht überschreiten. Ein Ziel dieses Konzeptes besteht auch darin die Kosten der Kursangebote den Gehältern der Assistentinnen und Assistenten anzupassen bzw. diese finanzierbar zu machen. Ausbilder und Ausbildungseinheiten sind ebenfalls zertifiziert und somit sowohl von den Arbeitsgemeinschaften als auch der DGGG autorisiert.

Praktische Fähigkeiten werden weiterhin überwiegend in den Weiterbildungskliniken vorgehalten (Abb. 3). Sollten diese dort nicht zur Verfügung stehen, müssen diese in anderen Weiterbildungszentren absolviert werden. Hierfür müssen in naher Zukunft weitere Konzepte mit allen beteiligten Institutionen entwickelt werden, wie beispielsweise eine Implementierung von Rotations-Assistentenstellen zwischen verschiedenen Kliniken, die unterschiedliche Schwerpunkte haben.

Die exakten Vorstellungen der DGGG werden in einer erweiterten Publikation, die in kürze erscheinen wird, dargestellt.

Abb. 03

6. Veranstaltungs-Ticker auf DGGG-Website

Ich möchte Sie auf eine Neuerung auf unserer Website hinweisen: Unter www.dggg.de/veranstaltungen/ bieten wir Ihnen künftig, neben dem herkömmlichen Veranstaltungskalender, einen Veranstaltungsticker an, der sie einerseits auf DGGG-Veranstaltungen, andererseits auf DGGG-zertifizierte Veranstaltungen aufmerksam machen soll.

7. Gesicherte Informationen über Arzneimittel

„Dringend mehr Transparenz bei der Veröffentlichung klinischer Studien“, forderte der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, bei einem Symposium der AkdÄ im Rahmen des 34. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer in Berlin. Denn zu oft würden die Ergebnisse von der Pharmaindustrie zu spät bekannt oder überhaupt nicht publiziert. Es sie deshalb richtig und wichtig, dass sich das Bundesgesundheitsministerium für eine schnelle Veröffentlichung von Studienergebnissen bei der Arzneimittelforschung einsetzen will.

Lesen Sie hier die gesamte Pressemitteilung der Bundesärztekammer.