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Stellungnahmen
8. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
Körper UND Geist betrachten!
Warum jeder Frauenarzt ein guter Psychosomatiker sein muss
München, 7. Oktober 2010. – „ Ärzte behandeln nicht nur Organe, sie sind für die ganze Person verantwortlich. In der Frauenheilkunde ist dieses besonders nahe liegend. Hier gibt es keinen Bereich, in dem es nur um Körperliches geht“, sagte Prof. Dr. Heribert Kentenich auf dem Deutschen Kongress für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG-Kongress, 5. bis 8. Oktober 2010) in München. Das Leben einer Frau sei von Natur aus von Krisen und Umbruch-situationen gekennzeichnet, in denen es auf eine gemeinsame körperliche und psychische (psychosomatische) Betreuung durch den Frauenarzt an-kommt, so das Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG).
„Das Erwachsenwerden ist geprägt von persönlicher Unsicherheit und von Gefah-ren wie beispielsweise Essstörungen. Der Übergang zur Schwangerschaft/Geburt ist eine Herausforderung mit vielen Freuden aber auch Ängsten um die Gesundheit des Kindes“, so Kentenich. Das Wochenbett selbst sei von Erwartungen gekenn-zeichnet, jedoch auch von Problemen wie einer Wochenbettdepression. „Schließ-lich ist der Übergang in die Wechseljahre ein Thema, das nicht nur allein körperlich-hormonell gesehen werden darf.“
Weiterbildung „Psychosomatische Grundversorgung“ zwingend
Demzufolge müssen alle angehenden Frauenärztinnen und Frauenärzte die Weiterbildung „Psychosomatische Grundversorgung“ erwerben, so Kentenich. „Hier erhalten sie fundiertes Wissen zur Gesprächsführung und zur Theorie der psycho-somatischen Medizin.“ Ihre eigene Stellung im Arzt-Patienten-Verhältnis werde in Balintgruppen bearbeitet.
Weitere Informationen: www.dgpfg.de
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