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Weiterbildung - Junges Forum

Umfrage

Ein Hauptbetätigungsfeld des Jungen Forums ist die Weiterbildung. Ausgangspunkt für diesen Arbeitsschwerpunkt war eine Umfrage der Vertreter der Jüngeren Generation im Vorstand der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (NRWGGG), Rita K. Schmutzler (ebenfalls Vertreterin des Jungen Forums in der DGGG) und Volker Jung mit dem Thema: "Was erwarten die Weiterzubildenden von der neuen Weiterbildungsordnung?". Die Ergebnisse dieser Umfrage können wie folgt zusammengefasst werden (Abbildung 1):

  • Rund 50% sind mit der Weiterbildungsordnung unzufrieden
  • Frauen sind unzufriedener als Männer
  • Wichtigster Grund für die Unzufriedenheit ist die fehlende inhaltliche und zeitliche Strukturierung der Weiterbildung
  • Der überwiegende Teil der Weiterzubildenden hält eine zeitliche und inhaltliche Strukturierung für dringend notwendig

Abbildung 1: Ist Ihre Weiterbildung zeitlich strukturiert?

Quelle: Schmutzler RK, Jung V. Was erwarten die Weiterzubildenden von der neuen Weiterbildungsordnung?. Frauenarzt,43;2002.

Novellierung

Der 106. Deutsche Ärztetag hat Mitte Mai 2003 eine grundlegende Novellierung der (Muster-) Weiterbildung beschlossen. Schon 1996, intensiviert ab Mitte 2000 nahm eine Weiterbildungskommission (WBK) ihre Tätigkeit auf und erarbeitete in zahlreichen Sitzungen konsentierte Stellungnahmen, welche die Grundlage für die Beratungen der Weiterbildungsgremien der Bundes- und Landesärztekammern darstellte.

Mitglieder der WBK

  • DGGG
  • BVF (Berufsverband der Frauenärzte e.V.)
  • BuArGe-Chefärzte (Bundesarbeitsgemeinschaft der Chefärztinnen und Chefärzte)
  • Junges Forum (Prof. R. K. Schmutzler bis 2003, dann Dr. K. Rhiem)
  • Vertreter der Psychosomatik
  • EBCOG (European Board of Obstetricians and Gynecologists)

Struktur

Das breite Tägikeitsspektrum und die notwendigen Spezialisierungsbereiche schienen zwischenzeitlich durch die anstehende Novellierung hochgradig gefährdet, da seitens der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer essentielle Bestandteile des Faches nicht anerkannt wurden. Durch ein einheitliches Auftreten gegenüber den Entscheidungsträgern der Bundes- und der Landesärztekammer konnte eine solche Entwicklung abgewendet werden.
Die bisherige mehrgliedrige Struktur der Qualifizierungsmöglichkeiten wird zukünftig für alle Gebiete in eine dreigliedrige Struktur überführt (s.Abb. 3, Übersicht der neuen Weiterbildungsoptionen im Gebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe).

Quelle: Scheele B, Berg D. Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung. Frauenarzt, 44;2003