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3. Newsletter der DGGG – Februar 2012
Schnellnavigation
1. Vorwort des Präsidenten
2. Jetzt Abstracts einreichen zum DGGG-Kongress 2012
3. Online-Fortbildungen zum Thema Impfen
4. NEU! Personalia in der DGGG-Ausgabe der „Geburtshilfe und Frauenheilkunde“
5. Empfehlung Genitalbeschneidung/-verstümmelung mit Kommentar von Terre des Femmes auf der DGGG-Homepage
6. DER GYNÄKOLOGE – eine Zeitschrift stellt sich vor
7. Meldepflicht für Mumps, Keuchhusten und Windpocken
8. Listeriose – Robert-Koch-Institut bittet um Unterstützung für Fall-Kontroll-Studie.
9. Aus den Medien I: Mehr HPV-induzierte Malignome im Oropharynx durch Nichtrauchen
10. Aus den Medien II: Frühgeburten vaginal oder per Sectio holen?
1. Vorwort des Präsidenten
Liebe Kollegin, lieber Kollege,
haben Sie den DGGG-Kongress 2012 schon in Ihrem Terminkalender eingetragen? Vom 9. bis 13. Oktober wird dieser große Kongress wieder in München stattfinden. Jetzt schon können Sie ihr Abstract anmelden; dazu möchte ich Sie sehr ermutigen. Poster und Kurzpräsentationen sind wichtige Schritte in der Wissenschaftskarriere, und bei aller Arbeitsbelastung durch ihren Alltag sollten Sie diesen Teil unseres Berufsprofils nicht aus den Augen verlieren.
Rauchen schadet der Gesundheit, aber Nichtrauchen verändert auch das Spektrum der Malignome im Kopf-Hals-Bereich. Was das mit der Frauenheilkunde zu tun hat, und dass das eine gute Nachricht ist, lesen Sie in unserem Newsletter.
Auf einen sehr schönen politischen Erfolg möchte ich Sie hinweisen: Das neue Versorgungsstrukturgesetz, das Anfang Januar in Kraft getreten ist, sieht jetzt erstmals regulär die Beteiligung der medizinischen Fachgesellschaften an den Stellungnahmen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vor. Der G-BA erarbeitet die gesetzlichen Richtlinien und Entscheidungen darüber, welche medizinischen Leistungen und Innovationen von den Krankenkassen erstattet werden. Bisher hatten Ärzte, wenn sie nicht als KBV-Vertreter in die Entscheidungen involviert waren, bei diesen Prozessen kein Stimmrecht!
Ihre Fachgesellschaft im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik – was wie eine Aneinanderreihung von Schlagworten aussieht, füllen wir täglich mit Leben.
Ihr
Prof. Dr. med. Klaus Friese
Präsident der DGGG
2. Jetzt Abstracts einreichen zum DGGG-Kongress 2012
Ab sofort können Sie Ihr Abstract für den DGGG-Kongress 2012 vom 9. bis 12. Oktober 2012 in München abgeben. Wir freuen uns auf Sie, und wir freuen uns auf Ihren Beitrag.
HIER geht es zum Kongressportal.
3. Online-Fortbildungen zum Thema Impfen
Unter dem Titel „Impfex“ hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) sieben CME-Online-Fortbildungen rund um das Impfen veröffentlicht. Interessierte können sich so pharmaneutral und fachspezifisch fortbilden. Die Themen spannen einen Bogen von den medizinischen Grundlagen bis zum Impfmanagement in der Praxis.
Auf der Fortbildungsplattform der KV Bayerns sind ab sofort die ersten von insgesamt sieben Fortbildungen rund um das Impfen verfügbar. Die Themen sind zusammen mit den bayerischen Berufsverbänden der Frauenärzte (BVF), Hausärzte (BHÄV) und Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf den Praxisalltag zugeschnitten worden. Dazu gibt es fachunabhängige Themen wie Reiseimpfungen oder das Impfen von immunsupprimierten Patienten. Für jede Fortbildung gibt es 2 bis 3 CME Punkte gutgeschrieben. Für Mitglieder der KVB sind die Fortbildungen kostenlos, alle anderen Teilnehmer können sich gegen einegeringe Gebühr ebenfalls medizinisch aktuell und pharmaneutral fortbilden. Die DGGG empfiehlt allen impfenden Gynäkologen und sonstigen Interessierten besonders die Fortbildung „Impfen für Frauen“.
Hier geht es zum CME-Portal der KV Bayern.
4. NEU! Personalia in der DGGG-Ausgabe der „Geburtshilfe und Frauenheilkunde“
Im März 2012 erscheint die Zeitschrift „Geburtshilfe und Frauenheilkunde“ des Thieme-Verlages erstmals als DGGG-Ausgabe. Sie wird eine Rubrik „Personalia“ beinhalten, eine echte Bereicherung für uns. Wie vollständig diese Rubrik sein wird, hängt von Ihnen selbst ab.
Melden Sie uns Ihre Karrieresprünge, Jubiläen, Auszeichnungen, Ihre Habilitationen, Berufungen, wichtige Publikationen, Ihren Ruhestand!
Achtung! Letzter Redaktionsschluss ist der 22. Februar! Spätere Meldungen werden erst wieder in der Juni-Ausgabe aufgenommen.
HIER können Sie Ihre Meldung für der Rubrik PERSONALIA der GEBFRA abgeben.
5. Empfehlung Genitalbeschneidung/-verstümmelung mit Kommentar von Terre des Femmes auf der DGGG-Homepage
Nach langen Diskussionen haben Leitlinienkommission und Vorstand der DGGG die „Empfehlung zum Umgang mit Patientinnen nach Genitalbeschneidung/Genitalverstümmelung (FGC/FGM)“ verabschiedet. Terre des Femmes (TdF) hat gemeinsam mit dem Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF) die Empfehlung begrüßt und kommentiert. Beide Texte stehen auf der DGGG-Homepage zur Verfügung.
Zur Empfehlung und dem Kommentar HIER.
6. DER GYNÄKOLOGE – eine Zeitschrift stellt sich vor
Im DGGG-Newsletter stellen wir Ihnen unterschiedliche Rubriken der Zeitschrift „Der Gynäkologe“ vor. Heute: Die Rubrik „FRAUENGESUNDHEIT IN DER PRAXIS“.
In der Rubrik „Frauengesundheit in der Praxis“ werden Themen der täglichen Betreuung und Beratung von Patientinnen behandelt. Sie bietet über das in der Weiterbildungsordnung verankerte Wissen hinaus umfassende, praxisorientierte Beiträge, die den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ermöglichen. Der Leser erhält unter anderem Informationen zur allgemeinen Lebensführung, Ernährung, Psychologie, Dermatologie und Schmerztherapie. Als Gutachter stehen mit Prof. K. Friese, Dr. G. Gille, Dr. K. Schaudig und Dr. A. Schwenkhagen ausgewiesene Experten zur Verfügung, die für die Qualität der Beiträge garantieren.
Ein interessantes Beispiel finden Sie HIER.
7. Meldepflicht für Mumps, Keuchhusten und Windpocken
Der Bundestag hat eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. In diesem Zusammenhang soll eine Meldepflicht für Mumps, Keuchhusten und Windpocken eingeführt werden. Außerdem sollen die Fristen für die Meldung von Krankheitsverdacht und Erkrankung meldepflichtiger Intektionen deutlich verkürzt werden. Allerdings wird es noch mindestens vier Monate dauern, bis das Gesetz in Kraft tritt.
8. Listeriose – Robert-Koch-Institut bittet um Unterstützung für Fall-Kontroll-Studie
In der Schwangerschaft erworbene Listerien können eine schwere Infektion des Embryos verursachen, die häufig eine sehr schlechte Prognose hat: Bei 15% der an die Gesundheitsämter gemeldeten Listeriosen in den vergangenen fünf Jahren kam es zu Fehl- oder Totgeburten, bei 45% zu einer Fehlgeburt. 50% der Kinder entwickelten eine Sepsis. Das Robert-Koch-Institut plant eine Fall-Kontroll-Studie, um eine valide Risikobewertung von Lebensmitteln auszuarbeiten. Denn es kann derzeit nicht ausgeschlossen weden, dass bislang als unverdächtig geltende Lebensmittel für den Erwerb einer Listeriose bedeutsam sein könnten.
Das Robert-Koch-Institut plant eine Befragung von Listeriose-Patientinnen und bittet um Unterstützung bei der Rekrutierung geeigneter Kontrollpersionen.
Weitere Auskünfte erteilen Dr. Karina Preußel und Dr. Dirk Werber, Robert-Koch-Institut, E-Mail listeriose(at)rki(.)de.
9. Aus den Medien I: Mehr HPV-induzierte Malignome im Oropharynx durch Nichtrauchen
Tumoren im Kopf-Hals-Bereich sind immer seltener mit langjährigem Nikotin- und Alkoholkonsum assoziiert und immer häufiger mit HPV-Infektionen, im Allgemeinen mit HPV 16. In den USA sind bereits 40% der Tumore viruspositiv, in Europa bereits ein Drittel. Die gute Nachricht: Diese Tumoren sind durch Impfungen vermeidbar, und sie haben eine bessere Prognose.
Zum Kongressbericht geht es HIER (mit freundlicher Genehmigung durch SpringerMedizin und durch den Autor).
Zum Studienabstract geht es HIER.
10. Aus den Medien II: Frühgeburten
vaginal oder per Sectio holen?
Eine soeben publizierte Studie stellt die Auffassung in Frage, dass ein Kaiserschnitt bei einer Frühgeburt grundsätzlich die schonendere Variante für das Kind ist. Nach Berücksichtigung alle Parameter scheint nach einem Kaiserschnitt die Rate an ARDS höher zu sein als nach vaginaler Geburt.
Zum Abstract der Studie HIER.



