Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.  
 
     
  7. Newsletter der DGGG 2008  
  Newsletter abmelden   Rückmeldung   Weiterempfehlen  
 


Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort Prof. Jonat
  2. Krankenhauslandschaft im Umbruch
  3. Antibiotika
  4. Studien zu ESA
  5. Neues Brustkrebsgen
  6. Abschlussbericht zur Endometriose
  7. Risiko auf körperliche Behinderungen
  8. Anandamid und Fehlgeburten
  9. Umfrage zur Reproduktionsmedizin
  10. Künstliche Befruchtung


 
    Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) ist in der letzten Zeit stark gewachsen. Wir haben inzwischen mehr als 5.000 Mitglieder, von denen wir fast 3.000 per mail erreichen.

Mit der Mitgliederzahl und den Forderungen unserer Mitglieder an eine moderne Fachgesellschaft verschiebt sich die Kommunikation immer mehr in Richtung digitale Medien, so dass auch die DGGG bemüht ist, in diesem Bereich ihre Aktivitäten auszuweiten. In diesem Monat haben wir den internen Bereich unserer Homepage für Mitglieder der DGGG eröffnet. Sie finden dort fast wöchentlich einen Presseservice mit den wichtigsten Meldungen aus unserem Fachgebiet. Wichtige Beiträge des Springer Verlages zur Fortbildung mit CME Punkten werden dort monatlich eingestellt. Sie erreichen den Mitgliederbereich über die Homepage mit Ihren persönlichen Zugangsdaten. Wir arbeiten an einer Ausweitung des Angebotes.

Im vergangenen Jahr erregte eine Vertauschung von Neugeborenen bundesweit große Aufmerksamkeit. Eine Umfrage der DGGG zu Beginn dieses Jahres zu den Gepflogenheiten bei der Kennzeichnung von Neugeborenen zeigte, dass die öffentliche Sorge zu diesem Thema bei den Kliniken angekommen ist. Die Resonanz auf unsere Fragen war überwältigend. Die DGGG wird bis zum Kongress im September in Kooperation aller beteiligten Verbände eine Empfehlung erarbeiten.

Der Start der Deutschen Akademie für Gynäkologie und Geburtshilfe (DAGG) im Januar 2008 mit einem Intensivkurs zur Pränatal- und Geburtsmedizin in Berlin war sehr erfolgreich. Zu dem nächsten Intensivkurs Gynäkologische Onkologie mit namhaften Referenten unseres Faches vom Donnerstag, den 10. April bis Samstag, den 12. April 2008 darf ich Sie herzlich nach Berlin einladen.

Das Vorprogramm für den Deutschen Kongress vom 16. bis 19. September in Hamburg ist fertig. Ich darf es Ihnen in einer gesonderten mail schicken, verbunden mit dem "Call for abstracts" bis zum 31. März 2008.
http://www.dggg-kongress.de

Ich wünsche Ihnen schöne und erholsame Ostern und

bin mit den besten Grüßen Ihr

 
    Walter Jonat
Präsident DGGG

 
     
   

2. Krankenhauslandschaft im Umbruch
Die Krankenhauslandschaft in Deutschland ist immer noch stark im Umbruch. Während sich die Lage der Kliniken weiter zuspitzt
http://www.rwi-essen.de wird von der KBV eine Zunahme der Medizinischen Versorgungszentren MVZ gemeldet.
http://www.kbv.de
Zurück zum Inhaltsverzeichnis


3. Antibiotika

"Die Zahl der Keime, die resistent gegen Antibiotika sind, steigt dramatisch. Mehr als drei Millionen Menschen in Europa infizieren sich jedes Jahr mit diesen Erregern, 50.000 sterben sogar daran. Allein in Deutschland stecken sich pro Jahr 500.000 bis eine Million Klinikpatienten damit an. Auf Intensivstationen liegt das Infektionsrisiko bei über 15 Prozent der Patienten", meldet der Report der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.
http://www.dgkh.de

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

4. Studien zu ESA
Von Gutachtern wird der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA geraten, die Anwendung von Erythropoetin, genauer Erythropoese stimulierenden Medikamenten (ESA), bei Krebspatienten weiter einzuschränken. Mehrere Studien zu ESA haben ergeben, dass der Einsatz des Medikamentes das Überleben verkürzt. Warnhinweise und Einschränkungen seitens der FDA hatte es im vergangenen Herbst gegeben.
http://www.fda.gov

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

5. Neues Brustkrebsgen
Ein internationales Forschungskonsortium hat ein weiteres Brustkrebsgen entdeckt. Bei rund fünf bis zehn Prozent aller Mammakarzinome liegt eine familiäre Häufung vor. Anders als weithin vermutet, erklären die beiden bekanntesten Erbanlagen BRCA-1 und BRCA-2 nur ein Viertel dieser Fälle. Die Ursache der übrigen drei Viertel ist Gegenstand eines internationalen Forschungsprojekts, an dem auch das Deutsche Konsortium für familiären Brust- und Ovarialkrebs beteiligt ist. Die Gruppe um Privatdozentin Barbara Burwinkel vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat eine Variante gefunden, die im Gen für das "A-kinase anchoring protein 9" (AKAP9) bei 19 Prozent aller Frauen vorhanden ist.
http://www.dkfz.de

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

6. Abschlussbericht zur Endometriose
Das IQWIG hat einen Abschlussbericht zur Endometriose vorgelegt http://www.iqwig.de. Die DGGG 2k Leitlinie "Diagnostik und Therapie der Endometriose" finden Sie unter
http://www.dggg.de

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

7. Risiko auf körperliche Behinderungen
Kinder, die vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren werden, haben ein deutlich erhöhtes Risiko auf körperliche Behinderungen und kognitive Störungen. Fast die Hälfte benötigt im Alter von fünf Jahren eine besondere Betreuung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Fall-Kontrollstudie aus Frankreich im Lancet (2008; 371: 813-820).
http://www.thelancet.com

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

8. Anandamid und Fehlgeburten
Eine hohe Konzentration von Anandamid im Blut lieferte in einer Pilotstudie veröffentlicht im Amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2008; 299: 1135-1136) recht eindeutige Hinweise auf eine bevorstehende Fehlgeburt. Gearbeitet wird derzeit an einem Schnelltest, der kurzfristig therapeutische Maßnahmen zur Verhinderung einer Fehlgeburt ermöglicht sowie an einer prospektiven Studie, die langfristig zu einem Screening zur drohenden Frühgeburt führen könnte.
http://jama.ama-assn.org
Zurück zum Inhaltsverzeichnis

9. Umfrage zur Reproduktionsmedizin
Im Rahmen des Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt die BMBF-Nachwuchsforschergruppe Gerechtigkeit in der modernen Medizin am Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin der Ruhr-Universität Bochum eine Umfrage zur Reproduktionsmedizin. Ziel der Befragung ist es, vor dem Hintergrund der eingeschränkten Finanzierung medizinischer Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft nach § 27a SGB V zu erfragen, ob diese Einschränkungen als gerechtfertigt empfunden werden und welche Einstellungen und Erfahrungen zu Kindern, unerfülltem Kinderwunsch und Finanzierung reproduktionsmedizinischer Maßnahmen bestehen.
http://www.ruhr-uni-bochum.de
Zurück zum Inhaltsverzeichnis

10. Künstliche Befruchtung
Die gesetzlichen Krankenkassen werden auch weiterhin bei unverheirateten Paaren nicht die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen. Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages lehnte im Februar einen entsprechenden Gesetzentwurf der Fraktion Die Linke ab. Die Mehrkosten für die Kassen bezifferten die Abgeordneten auf rund 18 Millionen Euro jährlich.
Zurück zum Inhaltsverzeichnis

 
   

Den Newsletter der DGGG können Sie gerne weiterempfehlen. Bitte nutzen Sie dazu die u.a. Funktion.

Ihr Interesse entscheidet mit über die Inhalte des Newsletters der DGGG. Deshalb freuen wir uns über Ihre Rückmeldung unter
newsletter@dggg.de


 
    Newsletter abmelden   Rückmeldung   Weiterempfehlen  
       

Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin
Tel. 030 / 514 88 33

eingetragen
am 27. April 2001
Registernummer:
22996 Nz.,
Amtsgericht Berlin



Dieser Newsletter wurde von der
Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
verschickt.
info@dggg.de


Developed by Huebner-MC Internet Technologies ©
International WAN Standards