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Sehr
geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) ist in
der letzten Zeit stark gewachsen. Wir haben inzwischen mehr als 5.000
Mitglieder, von denen wir fast 3.000 per mail erreichen.
Mit der Mitgliederzahl und den Forderungen unserer Mitglieder an eine moderne
Fachgesellschaft verschiebt sich die Kommunikation immer mehr in Richtung
digitale Medien, so dass auch die DGGG bemüht ist, in diesem Bereich ihre
Aktivitäten auszuweiten. In diesem Monat haben wir den internen
Bereich unserer Homepage für Mitglieder der DGGG eröffnet. Sie finden
dort fast wöchentlich einen Presseservice mit den wichtigsten Meldungen
aus unserem Fachgebiet. Wichtige Beiträge des Springer Verlages zur Fortbildung
mit CME Punkten werden dort monatlich eingestellt. Sie erreichen den Mitgliederbereich
über die Homepage mit Ihren persönlichen Zugangsdaten. Wir arbeiten an einer
Ausweitung des Angebotes.
Im vergangenen Jahr erregte eine Vertauschung von Neugeborenen bundesweit
große Aufmerksamkeit. Eine Umfrage der DGGG zu Beginn dieses Jahres zu den
Gepflogenheiten bei der Kennzeichnung von Neugeborenen zeigte, dass die
öffentliche Sorge zu diesem Thema bei den Kliniken angekommen ist. Die Resonanz
auf unsere Fragen war überwältigend. Die DGGG wird bis zum Kongress im September
in Kooperation aller beteiligten Verbände eine Empfehlung erarbeiten.
Der Start der Deutschen
Akademie für Gynäkologie und Geburtshilfe (DAGG) im Januar 2008 mit
einem Intensivkurs zur Pränatal- und Geburtsmedizin in Berlin war sehr erfolgreich.
Zu dem nächsten Intensivkurs Gynäkologische Onkologie mit namhaften Referenten
unseres Faches vom Donnerstag, den 10. April bis Samstag, den 12. April
2008 darf ich Sie herzlich nach Berlin einladen.
Das Vorprogramm für den Deutschen Kongress vom 16. bis 19. September in
Hamburg ist fertig. Ich darf es Ihnen in einer gesonderten mail schicken,
verbunden mit dem "Call for abstracts" bis zum 31. März 2008.
http://www.dggg-kongress.de
Ich wünsche Ihnen schöne und erholsame Ostern und
bin mit den besten Grüßen Ihr
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2.
Krankenhauslandschaft im Umbruch
Die Krankenhauslandschaft in Deutschland ist immer noch stark im Umbruch.
Während sich die Lage der Kliniken weiter zuspitzt
http://www.rwi-essen.de
wird von der KBV eine Zunahme der Medizinischen Versorgungszentren MVZ
gemeldet.
http://www.kbv.de

3. Antibiotika
"Die Zahl der Keime, die resistent gegen Antibiotika sind, steigt dramatisch.
Mehr als drei Millionen Menschen in Europa infizieren sich jedes Jahr
mit diesen Erregern, 50.000 sterben sogar daran. Allein in Deutschland
stecken sich pro Jahr 500.000 bis eine Million Klinikpatienten damit an.
Auf Intensivstationen liegt das Infektionsrisiko bei über 15 Prozent der
Patienten", meldet der Report der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.
http://www.dgkh.de

4. Studien zu ESA
Von Gutachtern wird der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA geraten,
die Anwendung von Erythropoetin, genauer Erythropoese stimulierenden Medikamenten
(ESA), bei Krebspatienten weiter einzuschränken. Mehrere Studien zu ESA
haben ergeben, dass der Einsatz des Medikamentes das Überleben verkürzt.
Warnhinweise und Einschränkungen seitens der FDA hatte es im vergangenen
Herbst gegeben.
http://www.fda.gov

5. Neues Brustkrebsgen
Ein internationales Forschungskonsortium hat ein weiteres Brustkrebsgen
entdeckt. Bei rund fünf bis zehn Prozent aller Mammakarzinome liegt eine
familiäre Häufung vor. Anders als weithin vermutet, erklären die beiden
bekanntesten Erbanlagen BRCA-1 und BRCA-2 nur ein Viertel dieser Fälle.
Die Ursache der übrigen drei Viertel ist Gegenstand eines internationalen
Forschungsprojekts, an dem auch das Deutsche Konsortium für familiären
Brust- und Ovarialkrebs beteiligt ist. Die Gruppe um Privatdozentin Barbara
Burwinkel vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat eine
Variante gefunden, die im Gen für das "A-kinase anchoring protein 9" (AKAP9)
bei 19 Prozent aller Frauen vorhanden ist.
http://www.dkfz.de

6.
Abschlussbericht zur Endometriose
Das IQWIG hat einen Abschlussbericht zur Endometriose vorgelegt http://www.iqwig.de.
Die DGGG 2k Leitlinie "Diagnostik und Therapie der Endometriose" finden
Sie unter
http://www.dggg.de
7. Risiko auf körperliche Behinderungen
Kinder, die vor der 33. Schwangerschaftswoche geboren werden, haben ein
deutlich erhöhtes Risiko auf körperliche Behinderungen und kognitive Störungen.
Fast die Hälfte benötigt im Alter von fünf Jahren eine besondere Betreuung.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Fall-Kontrollstudie aus Frankreich im Lancet
(2008; 371: 813-820).
http://www.thelancet.com
8. Anandamid und Fehlgeburten
Eine hohe Konzentration von Anandamid im Blut lieferte in einer Pilotstudie
veröffentlicht im Amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2008; 299: 1135-1136)
recht eindeutige Hinweise auf eine bevorstehende Fehlgeburt. Gearbeitet
wird derzeit an einem Schnelltest, der kurzfristig therapeutische Maßnahmen
zur Verhinderung einer Fehlgeburt ermöglicht sowie an einer prospektiven
Studie, die langfristig zu einem Screening zur drohenden Frühgeburt führen
könnte.
http://jama.ama-assn.org
9. Umfrage zur Reproduktionsmedizin
Im Rahmen des Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
erstellt die BMBF-Nachwuchsforschergruppe Gerechtigkeit in der modernen
Medizin am Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin
der Ruhr-Universität Bochum eine Umfrage zur Reproduktionsmedizin. Ziel
der Befragung ist es, vor dem Hintergrund der eingeschränkten Finanzierung
medizinischer Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft nach §
27a SGB V zu erfragen, ob diese Einschränkungen als gerechtfertigt empfunden
werden und welche Einstellungen und Erfahrungen zu Kindern, unerfülltem
Kinderwunsch und Finanzierung reproduktionsmedizinischer Maßnahmen bestehen.
http://www.ruhr-uni-bochum.de
10. Künstliche Befruchtung
Die gesetzlichen Krankenkassen werden auch weiterhin bei unverheirateten
Paaren nicht die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen. Der
Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages lehnte im Februar einen
entsprechenden Gesetzentwurf der Fraktion Die Linke ab. Die Mehrkosten
für die Kassen bezifferten die Abgeordneten auf rund 18 Millionen Euro
jährlich.
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